Alltag & Angehörige
Pflege zu Hause.
Mit einem guten Blick auf den Alltag.
Vielleicht kommt ein Angehöriger nach Hause zurück. Vielleicht wird der gewohnte Weg ins Bad einfach anstrengender. Sie müssen nicht sofort jede Lösung kennen. Ein gemeinsamer Rundgang hilft, die wichtigsten Hindernisse zu erkennen und die nächsten Schritte zu sortieren.
Die richtigen Fragen beginnen im Alltag
Gehen Sie den normalen Tagesablauf in Ruhe durch: aufstehen, zur Toilette gehen, waschen, anziehen, etwas zubereiten und die Wohnung verlassen. Beobachten Sie gemeinsam, an welchen Stellen Kraft, Platz oder eine sichere Möglichkeit zum Festhalten fehlen. Beziehen Sie die betroffene Person in die Entscheidungen ein.
Hilfreicher als eine lange Wunschliste ist eine klare Beschreibung: „Die Dusche ist nur mit Unterstützung erreichbar“ oder „Am Türrahmen bleibt das Hilfsmittel hängen.“ Halten Sie auch fest, was bereits gut funktioniert. Nicht jeder Bereich benötigt einen Umbau.
Ein Rundgang durch die Wohnung
| Bereich | Darauf achten | Passende Orientierung |
|---|---|---|
| Bad & Toilette | Einstieg, Bewegungsfläche und Unterstützung beim Waschen. | Wanne zur Dusche · Duschplatz anpassen |
| Flur & Türen | Freie Wege, Kabel, lose Teppichkanten und störende Schwellen. | Durchgänge verbessern |
| Treppe & Eingang | Erreichbare Wohnbereiche und sichere Wege ins Freie. | Treppenlifte · Zugangslösungen |
| Küche | Erreichbare Vorräte, Bedienelemente und ein passender Arbeitsplatz. | Küche anpassen |
| Schlafbereich | Ausreichend Platz zum Aufstehen und für benötigte Unterstützung. | Weitere Maßnahmen |
Die Stiftung ZQP empfiehlt unter anderem, Stolperstellen wie Kabel und Teppichkanten zu beseitigen und auf gute Beleuchtung sowie ausreichend Platz für verwendete Hilfsmittel zu achten. Eine individuelle Einschätzung bleibt sinnvoll, besonders wenn Unsicherheit beim Gehen oder wiederholte Stürze auftreten.
Als Angehörige gut vorbereiten
- Gemeinsam entscheiden: Wünsche und Gewohnheiten der Person stehen am Anfang.
- Eine Kontaktperson benennen: Sie bündelt Rückfragen und behält Unterlagen im Blick.
- Die Vertretung klären: Stimmen Sie ab, wer Anträge unterschreibt und welche Vollmacht benötigt wird.
- Fotos gezielt auswählen: Zeigen Sie die Wohnsituation; sensible Dokumente gehören nur an die jeweils zuständige Stelle.
- Prioritäten festhalten: Unterscheiden Sie dringend benötigte Unterstützung von späteren Verbesserungen.
Eine Wohnraumanpassung ist ein Baustein der häuslichen Versorgung. Auch Hilfsmittel, praktische Unterstützung und die Entlastung der pflegenden Person können dazugehören. Pflegestützpunkte und Pflegeberatung helfen, diese Fragen zusammen zu betrachten.
Aus einzelnen Ideen wird ein gemeinsamer Plan
Sammeln Sie zusammenhängende Veränderungen, bevor Sie einzelne Aufträge vergeben. Wenn gleichzeitig Bad, Durchgänge und Treppe angepasst werden müssen, sollten die Lösungen technisch und finanziell aufeinander abgestimmt sein. Ein Lift allein löst beispielsweise keine zu enge Badezimmertür.
Der Zuschuss zur Wohnumfeldverbesserung ist an die persönliche Pflegesituation und die erforderlichen Maßnahmen gebunden. Mehrere gleichzeitig notwendige Veränderungen können zusammen eine Maßnahme bilden. Klären Sie den Gesamtumfang vor einer Beauftragung.
Beim Badumbau unterstützt Umbauzuschuss aktuell die digitale Vorbereitung für den Wechsel von Badewanne zu Dusche und den Umbau einer bestehenden Dusche. Technische Details und die endgültige Ausführung werden anschließend mit dem Fachbetrieb abgestimmt.
Was Angehörige häufig beschäftigt
Müssen wir zuerst alle Handwerksbetriebe einladen?
Zuerst hilft ein Überblick über Bedarf, Räume und Prioritäten. Für die digitale Badumbau-Vorbereitung können Fotos und Angaben der erste Schritt sein. Ob und wann ein Vor-Ort-Termin erforderlich ist, hängt von der konkreten Planung ab.
Wo bekomme ich unabhängige Hilfe?
Pflegestützpunkte beraten zu Pflege und möglichen Leistungen. Über die ZQP-Beratungsdatenbank finden Sie außerdem wohnortnahe Angebote, etwa zur Pflege und zur Wohnraumanpassung. Das ZQP selbst führt keine individuelle Beratung durch.
Was, wenn ein Umbau allein nicht ausreicht?
Besprechen Sie den gesamten Unterstützungsbedarf mit einer geeigneten Beratungsstelle. Zusätzliche Hilfen oder eine andere Gestaltung der Versorgung können ebenso wichtig sein wie die bauliche Veränderung.
Weiterführende Informationen
UNSER AKTUELLER SERVICE FÜR IHR BAD
Die Badewanne oder Dusche soll leichter zugänglich werden?
Wir bereiten Kostenvoranschlag und Antrag für zwei Badumbauten kostenlos vor: Badewanne zur Dusche und eine vorhandene Dusche mit möglichst niedrigem Einstieg. Sie behalten die freie Handwerkerwahl.
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